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14. Ausstellung vom 22.05. - 19.06.2004

Ulrich Linke

Das Bild vom Menschen

Malerei

Rede von Peter Pantlen zur Vernissage am 22.Mai 2004

Der Maler Ulrich Linke und seine Bilder in der Galerie Pawlick

Im Unterschied, zu sehr oft Themen bezogenen Ausstellungen in Kunstvereinen, wie auch Museen, hat der Galerist die Möglichkeit, und sicher auch die Pflicht und die Verantwortung, seinen Besuchern einen Querschnitt durch das Gesamtwerk des Künstlers vor zu stellen.
Im hiesigen Falle ist zwar, so konnte man annehmen, durch die Themenwahl „Das Bild des Menschen", eine gewisse Einschränkung gegeben. Da aber bei Ulrich Linke der leicht erkennbare Bezug zum Menschen, in Form der immer wieder erkennbaren Figürlichkeit, Merkmal seiner Malerei ist, ist auch der oben erwähnte Querschnitt durch sein Werk, gegeben.
Ulrich Linke, 1992 in Bielefeld geboren, begann schon während seiner Gymnasialzeit, unter fachlicher Anleitung seines Kunsterziehers Jobst Lohrmann, sein zeichner- und malerisches Talent auf- und auszubauen. Nach dem Abitur erfolgte erwartungsgemäß, ein sechsjähriges Studium der freien Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, bei den Professoren Hinnerk Schrader und Hermann Albert. Beide beeinflußten die künstlerische Ausbildung des Studenten. Seinen Begabungen folgend, zog es ihn aber immer mehr zu Roland Dörfler, der ihm malerische Freiheiten ließ, diese förderte und dadurch die eigentliche Entwicklung vorantrieb und festigte. Ausschlaggebend für seine bildnerische Formgestaltung aber war, seine Assistentenzeit in der Bildhauerklasse von Professor Johannes Brus. Besonders hier vervollständigte er seine Malerei, immer mehr, zu spannungsgeladenen Bildprozessen, führen.
Oberflächlich betrachtet, könnte man die leidenschaftliche Malerei von Ulrich Linke als abstrakt, ungegenständlich bezeichnen, im Bildaufbau trifft dies auch zu. Doch allmählich entsteht aus dieser Abstraktion eine Bildgeschichte. Bei näherem Hinsehen entdeckt der aufmerksame Betrachter eine Vielfalt von unregelmäßigen Formen, Gegenständen, Figuren, und immer wieder Andeutungen von Figuren, die feinfühlsam in den Bildhintergrund eingearbeitet sind, aber durch scharfkantige Abgrenzungen fast körperlich aus dem Bild heraustreten. Alles ist erkennbar, erfassbar und trotzdem ist eine genaue Definition nicht möglich. Das Bild behält sein Geheimnis, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Durch diese malerischen Bildkompositionen, in Verbindung mit einer ausgewogenen und ausgeglichenen Farbgebung, sei es im grün – blauen, gelblich – braunen oder wie sehr oft, im weiß – grauen Farbspektrum, sucht Ulrich Linke eine fast gedankliche Verbindung zwischen Bild und Betrachter aufzubauen. So zu sagen, von Mensch zu Mensch.
Diese Farbharmonie, gepaart mit einer noch erfassbaren Abstraktion, lässt eine vom Künstler gewollte Spannung aufkommen. Das macht den Reiz seiner Malerei aus.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen viel Freude bei der Betrachtung der Arbeiten von Ulrich Linke.